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Wir arbeiten bereits seit ca. 2008 gemeinsam mit der israelischen Schriftstellerin Ilana Shmueli daran, “… eine Sprache zu erfinden – eine sehr eigene Stimme, die all die Vielfalt und Gegensätze, die Ansprüche und Widerspruche, Brüche und Zusammenbrüche wiedergeben könnte, aus denen meine Geschichte besteht.”
(Shmueli Zeitläufe – ein Brief; Rimbaud Verlag sh: volles Zitat weiter unten).Angestrebtes Ziel für den Dokumentarfilm ist es, unsere gemeinsame Arbeit an der grundsätzlichen Frage nach der Vermittelbarkeit von Erinnerung, an der Form der Erzählung, sowie der (wieder)erzeugung von “Bildern in den Köpfen” der Rezipienten, zu zeigen. Die Erinnerungen respektive die Erzählungen werden dabei notwendiges Material sein aber nicht im Vordergrund stehen.
Entwickelt wird so zunächst eine Methode der Erzählungsgenerierung für den Dokumentarfilm um die Brüchigkeit von Erinnerungen darzustellen und gleichzeitig zu kontextualisieren. So soll im Film selbst ein gemeinames Nachdenken über den Vorgang von Erzälen und Erinnern gezeigt werden. Weiters wird in der Projektlaufzeit ein Set an künstlerischen Methoden entwickelt, um die generierten Erzählungen und Erinnerungen so dazustellen, dass sowohl diese Brüchigkeit als auch ihre historisch, politische Kontextualisierung vermittelt werden. Eine derartiger artistic approach weist über den linearen Dokumentarfilm hinaus.
Ilana Shmueli, Friedemann Derschmidt und Karin Schneider